Rituale

Kinder und das Aufräumen
Es gilt eine Balance zu finden, zwischen anregendem Chaos und steriler Ordnung und stehen lassen und aufräumen.
Kleinere Kinder müssen das Aufräumen erst lernen, sie brauchen dabei die Unterstützung der Erwachsenen.
Tipps rund ums Aufräumen:

  • Lieber einmal am Abend aufräumen als 3x täglich
  • Genügend Zeit einberechnen und vorher ankündigen
  • Kompromisse eingehen und Orte bezeichnen, wo angefangene Arbeiten stehen gelassen werden dürfen
  • Weitere Tipps und Informationen finden Sie im PDF unter dem Video!
  • Musik hilft beim Aufräumen! (Hier ein Vorschlag)

Rund ums Essen
Ein bestimmtes Essverhalten ist nicht angeboren, sondern wird im Laufe der ersten Lebensjahre erworben. 
Jedes Kind hat grundsätzlich einen guten Essensinstinkt! 
Das Essen wird vom Kind nicht als Bosheit oder mangelndem guten Willen abgelehnt. Essenskultur zu vermitteln ist nicht immer einfach und braucht viel Zeit und Geduld. 
Hier einige Tipps:

  • Mahlzeiten, so oft wie möglich gemeinsam einnehmen.
  • Fernseher, Tablets etc. ausschalten
  • Was das Kind isst bestimmen die Erwachsenen, dabei soll das Kind jedoch nicht von allen Speisen essen müssen. Mag es dieses Gemüse nicht, so bekommt es ein anderes.
  • ….
  • weitere Tipps und Informationen finden Sie hier:

Mithilfe im Alltag
Ziel und Inhalt der Tagesarbeit ist nicht nur die Kinder zu betreuen und zu versorgen, sondern sie auch am Alltag teilnehmen zu lassen. 
Das gemeinsame Kochen, gemeinsame Aufräumen und andere alltägliche Hausarbeiten sind unschätzbare Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. 
So übernehmen Kinder Verantwortung, erleben Hilfsbereitschaft und lernen von Geschwistern und Eltern. Wichtig ist das gemeinsame TUN
Lassen Sie die Kinder bei alltäglichen Arbeiten mithelfen, auch wenn es etwas länger dauert! 
Damit die Kinder Freude an der Mithilfe entwickeln sollten Sie:

  • Arbeiten vorzeitig ankündigen und in den Tagesplan einplanen
  • Kinder ihr Spiel fertig spielen lassen und nicht aus dem Spiel reissen (z.B: «noch 5 min spielen- dann fangen wir an zu kochen.»)
  • Arbeiten lustvoll einsetzen und nicht als Strafe (siehe unten)  

Bedenken Sie, dass erst ältere Kinder mit der Zeit den Sinn und Nutzen der Mithilfe für sich und andere begreifen.
Ideen für mehr Spass im Alltag hier:

Traumreise
Traumreisen sind keine gewohnten Geschichten, sondern sie sollen die bildhafte Vorstellung der Zuhörenden wecken. Es ist wichtig, dass Traumreisen bewusst langsam vorgetragen werden und Sprechpausen eingelegt werden. Traumreisen dienen zum runterkommen und entspannen, deshalb eignen sie sich auch gut als Abendritual. Sie können jedoch auch sonst im Tag eingebaut werden. Traumreisen eignen sich für alle Altersstufen und auch Erwachsenen tun sie gut. Eine Kerze anzünden bei Beginn der Traumreise könnte helfen um sich auf die Traumreise einzulassen. Auch kann natürlich auch ein Kuscheltier auf die Traumreise mitgenommen werden.

Angstträume
Auch ältere Kinder sind oft davon überzeugt, dass Träume real sind und irgendwie im Zimmer vorhanden sind. Deshalb genügt es oft nicht, dass wir ihnen versuchen die Unsinnigkeit der Angst zu beweisen. Kaum ist der Erwachsene aus dem Zimmer, kommen die bösen Bilder, Krokodile etc. zurück. Vor allem kleine Kinder haben eine grosse Vorstellungskraft und die damit verbundenen Gefühle sind stark. So kann beim nächtlichen Aufwachen ein Vorhang im halbdunkeln die Gestalt eines riesigen Hundes annehmen. Das Knacken von Möbeln kann ein Kind in Angst versetzen. (Quelle: Remo Largo, Kinderjahre)
So können Sie ihr Kind unterstützen:

  • Ein Nachtlicht, kann die Schrecken der Nacht oft etwas mindern und gibt dem Kind eine etwas Sicherheit.
  • Wenn ihr Kind verängstigt aus einem Traum aufwacht, braucht es Zuwendung und Verständnis. Nehmen Sie es in den Arm und trösten Sie es.
  • Fragen Sie das Kind, was es geträumt hat und schicken Sie die bösen Figuren gemeinsam weg.
  • Das Kind sucht sich ein Schutztier aus seinen Plüschtieren aus. 
  • Basteln Sie einen Traumfänger, der die bösen Träume einfängt und reinigt.